Schleswig-Holstein

Baugenehmigung für ASB-Hospiz

Die letzte Hürde ist genommen

Dem Bau des ASB-Hospizes St. Klemens im Itzehoer Stadtteil Edendorf (Kreis Steinburg) steht nun nichts mehr im Wege: Die Stadt Itzehoe hat die Baugenehmigung erteilt. Nun sollen die Bauarbeiten so schnell wie möglich starten, wie Axel Schröter, Projektleiter beim Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Schleswig-Holstein, erklärt.

Innenhof der ehemaligen Kirche St. Klemens. Foto: ASB/A. Peters

Der Verband hat das leer stehende Kirchengebäude im vergangenen Jahr von der katholischen Kirchengemeinde übernommen. Die Förderanträge für das Bauprojekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 4 Millionen Euro sind bereits teilweise bewilligt, teils stehen die Förderzusagen noch aus. "Wir sind hier aber sehr zuversichtlich", sagt Schröter. Noch im Frühjahr soll der symbolische erste Spatenstich stattfinden, ein Jahr später der Betrieb aufgenommen werden.

Im ASB-Hospiz St. Klemens wollen der seit Jahren in der ambulanten Begleitung tätige Hospizförderverein Itzehoe und der ASB zukünftig gemeinsam die Versorgung sterbender Menschen in den bis dato mit Hospizplätzen unterversorgten Landkreisen Steinburg und Dithmarschen sicherstellen. Die zwölf Einzelzimmer – allesamt nach modernstem Standard ausgestattet – und ein gemeinschaftliches Wohnzimmer werden in einem eingeschossigen Neubau im direkten Anschluss an das ehemalige, 1972 errichtete Kirchengebäude untergebracht. Im vormaligen Gemeindezentrum werden zwei Appartements für Angehörige eingerichtet. Der siebeneckige, lichtdurchflutete Kirchenraum selbst wird als Stätte für Begegnungen und kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen, Ausstellungen und Konzerte genutzt.

Da der Bau eines Hospizes nicht durch Investitionskostenzuschüsse getragen wird, ist der ASB für die Realisierung auch weiterhin auf Spenden angewiesen. Und auch von den laufenden Betriebskosten, die hauptsächlich durch die Kranken- und Pflegekassen getragen werden, muss der ASB einen Teil durch Spenden aufbringen. Für die Hospizgäste entstehen übrigens keine Kosten.

„Wir sehen im stationären ASB-Hospiz St. Klemens die logische Weiterentwicklung unseres langjährigen Engagements in der ambulanten Palliativpflege sowie eine Bündelung unserer Kernkompetenzen Hilfen im Alter, Unterstützung in besonderen Lebenssituationen und ehrenamtliche Sozialarbeit“, begründen Axel Schröter und Marion Gaudlitz, stellvertretende Landesvorsitzende, die Entscheidung des ASB, mit dem Hospiz Neuland zu betreten. Zudem solle das vom Hospizförderverein Itzehoe hervorragend geleistete Ehrenamt nun ein Zuhause bekommen.

Unterdessen hat sich ein interkonfessioneller Arbeitskreis die Ausgestaltung des "Raums der Stille" zur Aufgabe gemacht, und für den künftig als Versammlungs- und Veranstaltungsstätte dienenden Kirchenraum wurde ­–  in Anlehnung an seine Architektur – auch schon ein Name gefunden: "Heptagon".

Weitere Informationen: www.asb-hospiz.de

Annette Peters 16-MÄR-2018