Schleswig-Holstein

Ostholstein

Ein Stück Halt für verletzte und entwurzelte Kinder

Kindern in schwierigen Situationen etwas geben, woran Sie sich festhalten können, das ist das erklärte Ziel einer Spendenaktion anlässlich des Tages der Menschenrechte, die vom ASB-Regionalverband Ostholstein und dem Konzern Sanrio, der die beliebten Produkte von „Hello Kitty“ vertreibt, initiiert worden ist.

Freuen sich auf glückliche Kindergesichter (v. l. n. r.): Walther Cordes, Wolfgang Mainz, Udo Glauflügel, Heiko Harfst (Sanrio) und Gerhard Stelke

Die Übergabe des Kontingents fand am 10. Dezember in den Räumen der Regionalgeschäftsstelle in Heiligenhafen statt. ASB-Geschäftsführer Udo Glauflügel freut sich, die ASB-Rettungswagen künftig mit Plüschtieren auszustatten, welche die Kinder auch nach der Fahrt ins Krankenhaus behalten können: „Das hilft Vertrauen aufzubauen, damit verletzte Kinder die Fahrt zum Krankenhaus anders erleben.“

Auch Kinder, die anderweitig belastende Situationen erleben mussten, profitieren von der Großzügigkeit des Konzerns mit Sitz in Wentorf bei Hamburg. Die Ein Teil der Kissen, Wolldecken, Trinkflaschen, Rucksäcke sowie Mal- und Bastelsets mit dem Konterfei der weißen Katze, die Sanrio neben den Plüschtieren spendet, geht an eine ASB-Erstaufnahme für Flüchtlinge, die der ASB-Regionalverband Stormarn-Segeberg in Bad Oldesloe betreibt. Unter den 66 Asylbewerbern sind auch einige Familien mit Kindern. Der verantwortliche Geschäftsführer Wolfgang Mainz bedauert, dass sein Budget für die Erstausstattung dieser Familien keine Extras für deren Kinder erlaubt. Umso mehr freut er sich über die Spende des Konzernriesen: „Das hilft uns sehr. Denn es ist ganz wichtig, dass die Kinder nach den ganzen Strapazen etwas in die Hand bekommen, das wir ihnen nicht wieder wegnehmen müssen. Natürlich haben wir Leih-Teddys und -Spielzeuge, aber wenn wir diese den Kindern wieder abnehmen, kann das ihr Vertrauen sogar schmälern.“

Ein weiterer Teil der Spende geht über die Bundespolizei ebenfalls an Flüchtlingskinder, die derzeit vor allem aus Syrien mit ihren Familien oder sogar alleinreisend in Schleswig-Holstein ankommen. „Die Anzahl der Flüchtlinge, die wir aufgreifen, hat sich im vergangenen Jahr annähernd verdoppelt“ berichtet Gerhard Stelke, der für die Öffentlichkeitsarbeit der Bundespolizei zuständig ist. „In diesem Jahr haben wir fast 3 000 Fälle unerlaubt Einreisender registriert. Darum haben wir uns sehr gefreut, dass der ASB an uns gedacht hat. Während wir den Eltern, die oft ohne Papiere einreisen, Ihre Identität zurückgeben, stehen die Kinder häufig ängstlich und müde am Rand. Da hilft es uns sehr, wenn wir den Kindern zum Beispiel ein Malbuch in die Hand geben können. Dann kehrt das Lächeln in ihr Gesicht zurück.“

Der ehemalige Sanrio-Mitarbeiter Walther Cordes, der heute als Freiwilligenkoordinator für den ASB Regionalverband Ostholstein tätig ist, hatte den Kontakt für den ASB hergestellt. Für ihn ist es Ehrensache, sich für andere einzusetzen. Zu seinen Aufgaben beim ASB gehört es, freiwillige Helfer an die Hand zu nehmen und den geeigneten Einsatzbereich für sie zu finden: „Wir können alle etwas beitragen. Aktuell suchen wir Menschen, die sich zum Beispiel in der Betreuung von Senioren oder im Schulsanitätsdienst als Ansprechpartner für die Kinder einbringen möchten. Aber was immer Sie auch an Fähigkeiten und Interessen mitbringen, gemeinsam finden wir den optimalen Einsatzort für Sie.“

Erfahren Sie hier mehr über die Aktivitäten und Angebote des ASB in Ostholstein