Schleswig-Holstein

21. Landeskonferenz

Landesvorstand bleibt weitgehend unverändert

Vorstandswahlen und wichtige strategische Themen standen im Mittelpunkt der 21. ordentlichen Landeskonferenz des ASB in Schleswig-Holstein. Ort des Geschehens war die ehemalige Kirche St. Klemens in Itzehoe, wo das deutschlandweit erste stationäre Hospiz in Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes entstehen wird. Eine sehr erfreuliche Entwicklung für die Region, wie der frühere Bürgermeister und jetzige Vorsitzende des Itzehoer Hospizfördervereins Rüdiger Blaschke in seinem Grußwort feststellte.

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Der Landesvorstand: (v.li.n.re.) Frank Ziegler (stv. Vorsitzender), Sven Mischok, Torsten Gronau-Nielsen, Thomas Elvers (Vors.), Marion Gaudlitz (stv. Vors.), Dr. Karl-Friedrich Klotz, Friederike Baden (Landesjugendleiterin), Nahmen Roeloffs, Julian Wagner. Foto: ASB/A. Peters

Unter der Leitung von ASB-Präsident Martin Kayenburg bestätigten die 92 Delegierten aus den acht regionalen ASB-Gliederungen den Landesvorstand weitgehend im Amt. Unter dem Vorsitz von Thomas Elvers sowie den stellvertretenden Vorsitzenden Marion Gaudlitz und Frank Ziegler setzen Torsten Gronau-Nielsen, Sven Mischok, Prof. Dr. Karl-Friedrich Klotz und Nahmen Roeloffs ihre Arbeit im Landesvorstand für die nächsten vier Jahre fort. Neu im Landesvorstand ist Julian Wagner. Der 28-Jährige ist im RV Stormarn-Segeberg aktiv und dort auch im Regionalvorstand tätig. Nico Radßuweit trat nach einer Amtsperiode nicht mehr zur Wahl an, um sich neben neuer beruflicher Herausforderung auch mehr auf sein umfassendes ehrenamtliches Engagement im RV Lübeck konzentrieren zu können. Mit großem Applaus verabschiedete ihn die Landeskonferenz aus seinem Amt.

Neu im Landesvorstand ist auch die neugewählte Landesjugendleiterin Friederike Baden, die von der Landeskonferenz in dieser Funktion bestätigt wurde. Sie löst Florian Beyer ab, der am 3. Juni zum Mitglied des geschäftsführenden Bundesjugendvorstandes gewählt wurde. Er bleibt dem Landesverband Schleswig-Holstein als Mitglied der Landeskontrollkommission (LKK) erhalten. Neu in die LKK gewählt wurde außerdem Timo Frings, der als Rechtsanwalt in Itzehoe tätig ist. Wolfgang Hein, Martina Kossyk und Carsten Kowalski setzen ihre erfolgreiche Arbeit für weitere vier Jahre fort.

Nur noch Regionalverbände in Schleswig-Holstein

Ein wichtiger Beschluss der Landeskonferenz betrifft die Bezeichnung der regionalen Gliederungen. Da das Nebeneinander von Orts-, Kreis- und Regionalverbänden für Außenstehende verwirrend war, werden die regionalen Gliederungen in Schleswig-Holstein – unabhängig von ihrer geographischen Zuständigkeit – ab sofort nur noch als „Regionalverbände“ bezeichnet.

Der zunehmenden Regionalisierung entspricht auch die jüngst vom Landesausschuss beschlossene Gründung des „Regionalverbands Schleswig-Flensburg“, dem auch die bislang von der Landesgeschäftsstelle geführte ambulante Pflege und der dortige Menüservice zugeordnet werden. Eine weitere Satzungsänderung betrifft die Aufnahme von kulturellen Veranstaltungen in den Vereinszweck des ASB in Schleswig-Holstein – dies vor allem im Hinblick auf den geplanten Veranstaltungsbereich im neuen ASB-Hospiz.

Herausforderungen nehmen zu

Der ASB in Schleswig-Holstein blickt auf erfolgreiche Jahre zurück, was sich zum Beispiel an den um 38,7 Prozent gestiegenen Umsatzerlösen zeigt. Dazu trug das Wachstum in der ambulanten Pflege und im Rettungsdienst ebenso bei wie der Ausbau von seinerzeit vier auf demnächst 15 Kindertagesstätten. Auch die Wahrnehmung des ASB in der Öffentlichkeit entwickelt sich erfreulich, nicht zuletzt durch Projekte wie den "Wünschewagen" und "Schleswig-Holstein SCHOCKT" bzw. "SAVING LIFE". Damit einher geht ein erfreuliches Plus der Mitgliedsbeiträge um 8,6 Prozent. Der wachsende Fachkräftemangel hingegen ist eine der großen Herausforderungen, denen sich der Verband zu stellen hat, ebenso gestiegene Anforderungen durch den Datenschutz und die kommunale Neuordnung des Rettungsdienstes.

Annette Peters 12-JUN-2018