Schleswig-Holstein

Itzehoe

360000 Euro für Hospiz im Westen

Gesundheits- und Sozialminister Heiner Garg (FDP) hat am 25. Juli einen Förderbescheid über 360 000 Euro für das Hospiz St. Klemens in Itzehoe überreicht. Der ASB will im Stadtteil Edendorf Anfang 2020 ein Haus zur Betreuung schwerstkranker Menschen eröffnen und damit eine Versorgungslücke im Westen Schleswig-Holsteins schließen.

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Von links: Bundestagsabgeordneter Mark Helfrich (CDU), ASB-Präsident Martin Kayenburg, Sozialminister Heiner Garg (FDP), ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig und Rüdiger Blaschke, der Vorsitzende des Hospizfördervereins Itzehoe bei der Übergabe des 360000-Euro-Förderbescheids.

Gesundheits- und Sozialminister Heiner Garg (FDP) hat am 25. Juli einen Förderbescheid über 360 000 Euro für das Hospiz St.  Klemens in Itzehoe überreicht. Der ASB will im Stadtteil Edendorf Anfang 2020 ein Haus zur Betreuung schwerstkranker Menschen eröffnen und damit eine Versorgungslücke im Westen Schleswig-Holsteins schließen. 

„Es freut mich riesig“, lobte Garg das Projekt, das der ASB-Landesverband in enger Kooperation mit dem 1997 gegründeten Hospizförderverein Itzehoe auf den Weg gebracht hat. Dessen Vorsitzender Rüdiger Blaschke betonte bei der Übergabe des Förderbescheids, dass eine stationäre Einrichtung von Anfang an ins Visier genommen worden sei, um die ambulante Arbeit des Vereins abzurunden. Mit 40 ehrenamtlichen Aktiven betreut der Förderverein derzeit jährlich ungefähr 60 Schwerkranke auf ihrem letzten Lebensweg.

Das Hospiz entsteht als Neubau auf dem Gelände der ehemaligen Kirche St. Klemens und erhält zwölf Plätze in Einzelzimmern. Im einstigen Gemeindesaal wird der Förderverein außerdem Büro- und Schulungsräume erhalten. „Die Kooperation läuft wirklich perfekt“, pries ASB-Präsident Martin Kayenburg das nicht nur räumliche Miteinander zwischen ASB und Förderverein. Ehrenamtlich unterstützen will der Verein, der jetzt schon auf der Palliativstation des Klinikums Itzehoe tätig ist, später auch das Hospiz St. Klemens. 

Unterdessen soll aus dem eigentlichen Kirchengebäude ein Veranstaltungsraum mit kulturellen Angeboten für alle Interessierten werden. „Wir wollen so einen Beitrag dazu leisten, das Thema Sterben aus der Tabuzone zu holen“, erläuterte ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig. 

Bis die ersten Konzerte oder Lesungen in das achteckige Haus locken, wird es aber noch dauern. Eigentlich war die Eröffnung des Hospizes für Ende dieses Jahres vorgesehen, weil es wegen der boomenden Baukonjunktur schwierig ist, Firmen zu finden, verzögert sich das aber. Landesgeschäftsführer Röhrig peilt jetzt Anfang 2020 für die Fertigstellung an, kann aber eine weitere Verzögerung nicht ausschließen.

Ungeachtet dessen freut sich der ASB laut Martin Kayenburg über „großartige Unterstützung“ für dieses Projekt. 317 000 Euro steuert die Förderstiftung des Kreises Steinburg bei, weitere 300000 die Stiftung Deutsches Hilfswerk, und 75000 Euro bringt der örtliche Hospiz-Förderverein auf. Viel Zuspruch gibt es aber nicht nur in Form von Geld. Das Interesse von Pflegekräften an einer Arbeit im Hospiz ist laut Heribert Röhrig sehr groß. Über Personalprobleme macht er sich deshalb „überhaupt keine Sorgen“. Der Landesgeschäftsführer erklärt das damit, dass in einem Hospiz noch Pflege mit viel menschlicher Zuwendung und ohne ständigen Blick auf die Uhr möglich ist.

Aufs Geld geschaut werden muss bei einem Projekt dieser Dimension trotzdem. Das Hospiz kostet inklusive der Umgestaltung der Altbauten voraussichtlich 4,5 Millionen Euro. Davon trägt der ASB drei Millionen Euro aus eigener Kraft, überwiegend kreditfinanziert. Die Kosten für den Betrieb werden später nur zu 95 Prozent erstattet, sodass das Haus ständig auf Spenden angewiesen sein wird.

 

Spendenkonto für das Hospiz St. Klemens: 

Bank für Sozialwirtschaft

IBAN DE35 2512 0510 0007 4135 18 

Stichwort: Hospiz

 

25-JUL-2019