Schleswig-Holstein

Neue Rettungswache in Kiel

Der Bagger ist angerückt

Schon im Jahr 2014 gab es recht konkrete Entwürfe zum Bau einer neuen Rettungswache auf dem Gelände des ASB-Regionalverbands Kiel an der Hamburger Chaussee. Nun endlich ist der Bagger angerückt. Dafür soll es jetzt mit der Errichtung des Gebäudes umso schneller gehen.

Endlich ist der Bagger da. Wolfgang Mainz freut sich, dass es losgeht mit dem Bau der neuen Rettungswache in Kiel.

Die meiste Zeit seines Bestehens musste der Kieler ASB mit beengten und provisorischen Räumlichkeiten klarkommen. Seit dem im Jahr 2002 vorgenommenen Umzug von der Boninstraße in die Hamburger Chaussee hat sich das erheblich gebessert. Recht beengt muss bislang allerdings immer noch die Rettungswache arbeiten. Zudem haben deren Fahrzeuge kein festes Dach überm Blech, sondern sie müssen mit einem Carport vorlieb nehmen.

Bereits vor einigen Jahren hatte der ASB mit Blick auf dieses Problem neben seinem Hauptsitz ein Grundstück samt Haus gekauft. Das Gebäude war zwar baufällig, hatte aber durchaus seine Fans gewonnen. Einmal monatlich nutzten die Ehrenamtlichen des ASB die ehemalige Werkstatt für ihre vereinseigenen Flohmärkte, deren Erlös wiederum der sozialen Arbeit zugute kam. Ein allerletztes Mal wurde auf diese Weise am 31. März 2019 nach Herzenslust gestöbert und getrödelt, darauf folgte unweigerlich der Abriss. 

Nachdem der Bauantrag genehmigt ist, geht es jetzt daran, ein neues Domizil für den Rettungsdienst zu errichten. Etwa 2,3 Millionen Euro wird der ASB Schleswig-Holstein komplett in eigener Regie investieren, die Wache wird nach Fertigstellung langfristig an die für den Rettungsdienst verantwortliche Landeshauptstadt Kiel vermietet. Gut 1000 Quadratmeter Platz wird der Neubau bieten. Und das mit vier Hallentoren für dessen Fahrzeuge und einem Sozialtrakt für die Beschäftigten zum größten Teil, um den öffentlichen Rettungsdienst zeitgemäß unterzubringen. Nach Angaben von Wolfgang Mainz, dem Geschäftsführer des Regionalverbands Kiel, entstehen außerdem drei weitere Stellplätze für die Fahrzeuge der Ehrenamtlichen, also beispielsweise den Katastrophenschutz. Fertiggestellt sein wird die Rettungswache schon im August dieses Jahres, hofft Mainz. „Das ist realistisch, weil viele Bauteile gleich vorgefertigt angeliefert werden“, betont er. 

Sehr lange hingezogen hat sich der Startschuss für den Neubau, weil die Stadt Kiel mit der grundsätzlichen Neuordnung des Rettungsdienstes beschäftigt war und es dauerte, bis sie das Konzept festgezurrt hatte. Spurlos ging das auch nicht am Projekt des ASB vorbei. Von der Absicht, im Neubau zugleich großzügigere Räume für Treffen der Ehrenamtlichen einzurichten, musste man sich verabschieden. Allerdings bieten sich im alten Haus, das bislang von der Rettungswache mitgenutzt wurde, nach deren Umzug entsprechend zusätzliche Kapazitäten.

 

Martin Geist 07-JAN-2020