Schleswig-Holstein

Großer Ideenreichtum

In der Krise enger zusammenrücken - wenigstens in Gedanken

Farbenfrohe Masken als Mundschutz für Mitarbeiter/innen nähen, kleine Video-Botschaften für Kita-Kinder drehen, um ihnen zu Hause eine Freude zu machen, Hilfen für Menschen organisieren, die in diesen Zeiten dringend Unterstützung brauchen. Der Ideenreichtum im ASB Schleswig-Holstein ist schier grenzenlos, um gut durch die Corona-Krise zu kommen. Einige Beispiele.

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Alicia Peters bringt ihren Gewerbezwergen mit einem Grüffelo-Gruß per Video ein bisschen Kita nach Hause.

„Hallöchen, meine tapferen kleinen Gewerbezwerge“, sagt Sina Limam in die Kamera. Und erzählt, dass sie von vielen Mamas und Papas, mit denen sie telefoniert hat, erfahren hat, wie sehr die Kinder ihre Kita vermissen. Denn natürlich ist es vor allem für die Kleinen nicht leicht, das alles zu begreifen, was um sie herum geschieht. Auf einmal geht es morgens nicht mehr zur Kita. Die liebgewonnenen Erzieherinnen und Spielkameraden sind nun in weiter Ferne.

Das hat die Leiterin der Lübecker ASB-Kita auf die Idee gebracht, mit ihren Mitarbeiterinnen kleine Videobotschaften an die „Gewerbezwerge“ zu richten, Lieder zum Mitsingen oder kleine Geschichten zum Zuhören. Die Begeisterung der Kinder und auch der Eltern ist groß. „Teilweise haben wir Videos zurückbekommen, die uns echt zu Tränen gerührt haben“, erzählt Sina Limam. Das sei auch Motivation für die Kolleginnen, die in der Kita für die Notbetreuung die Stellung halten.

 „Vielen, vielen Dank. A. hat sich so sehr gefreut, dass ich bei seinem Anblick auch ein bisschen weinen musste vor Rührung. Danke und bleiben Sie gesund.“ 

„Das ist so eine süße und liebe Aktion. L. hat sich sehr über die Videos gefreut und freut sich auf weitere. Vielen lieben Dank dafür und bleiben Sie alle gesund

„Vielen lieben Dank. Wir freuen uns gaaanz doll und Applaus an Anna. Wir feiern heute Papas Geburtstag, der heute von seiner ersten Nachtschicht (wegen Corona) gekommen ist!“

„Sie sind großartig! Danke!“

„Vielen Dank. L. und T. haben sich riesig gefreut und auch gleich mitgesungen.“

„Liebe Frau Limam! Sie sind so tapfer, ich hätte nur weinen müssen. Vielen lieben Dank für diese Idee! Sie machen das großartig! Fühlen Sie sich virtuell gedrückt. Ganz liebe Grüße und passen Sie auf sich auf!“

Das sind nur einige der begeisterten ersten Eltern-Reaktionen. Auch in der nächsten Zeit werden die kleinen Gewerbezwerge immer wieder einen Gruß von den großen Gewerbezwergen bekommen, damit die Zeit nicht ganz so lang wrd, bis der Kita-Alltag endlich wieder in normalen Bahnen laufen kann.

Mundschutzmasken für ASB-Kräfte

Während in mehreren Regionen Schleswig-Holsteins bereits die ASB-Corona-Hilfe – vom Einkaufs- bis zum Gassi-Service – angelaufen ist (wir berichteten bereits), werden darüber hinaus immer wieder tolle Ideen geboren. Auch und gerade, was das Thema „fehlende Mundschutzmasken“ angeht. Die Nachricht, dass es in der Corona-Epidemie überall daran fehlt, ließ z.B. einige hilfsbereite Bürger in Schönberg aufhorchen. Stefanie Asmus vom TSV-Schönberg rief bei Facebook dazu auf, 100 Exemplare für die Pflegekräfte des Arbeiter-Samariter-Bundes zu nähen.

Inge Kiebert, Freundin einer Mitarbeiterin des ASB, legte von sich aus los und nähte, was das Zeug hielt. Petra Rieck, Anja Thedens und ihre Mutter sowie Heidi Chawner aus der Seniorenwohnanlage des ASB ließen sich ebenfalls nicht lange bitten, ebenso Astrid Gergs aus der Verwaltung. Die Pflegedienstleiterinnen Friederike Groth von der Ambulanten Pflege, Iwona Pyschik aus der Tagespflege und Doris Heitmann aus der stationären Pflege bedanken sich ganz herzlich bei allen fleißigen Näherinnen. „Das ist das Positive an dieser Krise“, so Andrea Rüder aus der Verwaltung, die die ganze Aktion koordiniert hatte: „Da rücken die Menschen doch wieder enger zusammen und unterstützen sich gegenseitig."

Und auch in Lübeck setzte sich eine Mutter der „Gewerbezwerge“ an die Nähmaschine und nähte Masken für die Kita-Mitarbeiterinnen. Leiterin Sina Limam hat gleich eine anprobiert und für gut befunden. Wir sagen DANKE für diese und alle anderen Initiativen!

Annette Peters 31-MÄR-2020