Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein SCHOCKT

Ministerin Alheit: Machen Sie mit!

"Wie heb ook een!" Auch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung ist bei "Schleswig-Holstein SCHOCKT" dabei. Und das nicht nur, weil Ministerin Kristin Alheit Schirmherrin des Projektes unter Federführung des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist.

Ministerin Kristin Alheit, Schirmherrin des Projektes Schleswig-Holstein SCHOCKT, mit ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig. Foto: ASB/Antje Lack ©

Automatisierte Externe Defibrillatoren, kurz AEDs oder auch "Defis" genannt, können beim plötzlichen Herzstillstand Leben retten. Deswegen hängen sie in fast allen Behörden sowie in zahlreichen Banken, Betrieben und öffentlichen Gebäuden. Sie im Fall eines Falles schnellstmöglich finden und kompetent Erste Hilfe leisten zu können, ist Sinn und Zweck einer datenbankgestützten Smartphone-App, die der ASB entwickelt hat.

Und das nicht ohne Grund, denn allein in Schleswig-Holstein erleiden jährlich bis zu 5.000 Menschen den plötzlichen Herztod. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes liegt ihr Schicksal in den Händen von Ersthelfern. Die Chancen auf eine erfolgreiche Wiederbelebung sinken mit jeder Minute, die ohne Erste Hilfe verstreicht. Daher hat der ASB 2015 zum Jahr der Ersten Hilfe erklärt und mit dem Projekt "Schleswig-Holstein SCHOCKT" einen Beitrag zur Aufklärung und Erhöhung der Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung geleistet.

Zum morgigen Europäischen Tag der Wiederbelebung  appelliert Schirmherrin Kristin Alheit an die Bevölkerung: "Seien Sie mit dabei und helfen Sie, Leben zu retten!" Ehrensache, dass auch sie die App auf ihrem Smartphone hat. Im Gespräch mit ASB-Landesgeschäftsführer Heribert Röhrig erfuhr die Ministerin, dass das Projekt mit inzwischen 200 gemeldeten Geräten gut angelaufen ist, aber auch noch viele AEDs in Schleswig-Holstein - der ASB schätzt ihre Zahl auf 1.000 - auf ihre Registrierung warten. Defis, die bereits in der ASB-Datenbank erfasst wurden, sind mit einem grünen "Wie heb ook een"-Aufkleber gekennzeichnet.

"Schleswig-Holstein SCHOCKT" lebt vom Mitmachen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen, noch nicht registrierte Defibrillatoren zu melden. Dies kann bequem auf der Internetseite www.sh-schockt.de oder auf facebook.de/shschocktapp geschehen. Auf Wunsch verschickt der ASB-Landesverband auch Erfassungsbögen. Regionale Beauftragte des ASB kümmern sich um Fotos der Geräte und die weitere Datenpflege - damit die App jederzeit verlässlich auf einem aktuellen Stand ist. Am morgigen "European Restart a Heart Day" wird der ASB an verschiedenen Orten in Schleswig-Holstein Aktionen starten.

Mehr Infos: www.sh-schockt.de, App zum kostenlosen Download auf GooglePlay und iTunes.

Annette Peters 15-OKT-2015