Schleswig-Holstein

Spendentour per E-Scooter

Drei Tage für den Wünschewagen unterwegs

Gemütlich im Lehnstuhl sitzen und die Hände in den Schoß legen? Das ist so gar nichts für Anneliese Kahl. Die 89 Jahre alte Ratzeburgerin sagt: "Ich gehöre zu der Generation, welche die schlimmste Zeit der deutschen Geschichte erleben musste. Wir hatten nur einen Wunsch: Überleben!" Das hat sie geprägt und zu der mutigen und tatkräftigen Frau gemacht, die sie heute ist.

Vom 11. bis 13. Juni ist die überzeugte Sozialdemokratin mal wieder auf Achse, und diesmal in ganz besonderer Mission: In drei Tagen will sie – überwiegend mit ihrem E-Scooter – die Strecke von der Inselstadt bis zur Staatskanzlei nach Kiel zurücklegen und unterwegs fleißig Spenden sammeln für ein Projekt, das ihr ganz besonders am Herzen liegt: den schleswig-holsteinischen Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB). Am Ende will sie dem Schirmherrn, Ministerpräsident Torsten Albig, einen möglichst "dicken" Spendenscheck überreichen.

Am Samstag, 11. Juni, um 9.30 Uhr geht es am Ratzeburger Rathaus los. Bürgermeister Rainer Voß wird sich auf der ersten Etappe unter die Begleiter mischen. Von 11.00 bis 11.30 Uhr ist ein erster Halt in Groß Grönau auf dem Parkplatz vor der Großgärtnerei Aeschlimann geplant. Um 13.00 Uhr kommt die Gruppe in Lübeck an und wird dort durch den stellvertretenden Bürgermeister, Senator Franz-Peter Boden, in Empfang genommen. Er wird die Tour anschließend ein Stück mit dem Fahrrad begleiten. Der weitere Verlauf: 14.00 Uhr Bad Schwartau, 15.00 Uhr Timmendorfer Strand, danach bis ca. 16.00 Uhr Weiterfahrt auf der Bäderstraße.

Am Sonntag, 12. Juni, geht es um 9.00 Uhr am Hansa Park in Sierksdorf weiter (Hauptparkplatz). Um 10.00 Uhr wird die Tour auf der Bäderstraße fortgesetzt mit Ziel Neustadt i.H. Dort legt die Gruppe um 11.00 Uhr einen Stopp ein. Um 12.00 Uhr geht es weiter nach Eutin, wo es um 13.00 Uhr auf dem Marktplatz der Landesgartenschaustadt einen kleinen Empfang durch Vertreter der Stadt gibt.

Um 14.00 Uhr folgt die Weiterfahrt nach Plön. Dort beschließt um 16.00 Uhr auf dem Marktplatz neben der Kirche ein Zusammentreffen u.a. mit MdL Lars Winter und dem früheren Bundestagsabgeordneten Horst Jungmann den Tag.

An gleicher Stelle wird die Tour am Montag, 13. Juni, um 10.00 Uhr fortgesetzt. Um 12.00 Uhr steht Preetz auf der Route. Der Zielort Kiel wird um 14.00 Uhr erreicht. Entlang der Hörn und der Kiellinie führt die Schlussetappe zur Staatskanzlei, wo Ministerpräsident Torsten Albig die Gruppe um 15.00 Uhr in Empfang nehmen wird.

Ehrgeizig und entschlossen, wie sie ist, will Anneliese Kahl, die auf der gesamten Strecke von mitradelnden und -rollenden Unterstützerinnen und Unterstützern – viele aus den Reihen der SPD – begleitet wird, den überwiegenden Teil der Strecke mit ihrem E-Scooter zurücklegen. Dort, wo es mangels Radweg zu gefährlich oder die Zeit zu knapp wird, stehen Begleitfahrzeuge zum Umsteigen bereit.

Das Projekt "Der Wünschewagen – Letzte Wünsche wagen"

Mit seinem Wünschewagen bringt der Arbeiter-Samariter-Bund Menschen, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes nicht mehr lange zu leben haben, zu einem Wunschziel ihrer Wahl – kostenlos, unbürokratisch und auf dem schnellsten Wege. Auch für ein bis zwei Angehörige ist Platz.

Die Wunschfahrten werden von ehrenamtlichen Fachteams begleitet. Die Begleiterinnen und Begleiter haben einen beruflichen Hintergrund je nach dem pflegerischen Bedarf des Fahrgastes. Während der Fahrt soll so wenig wie möglich an einen Krankentransport erinnern. Deshalb unterscheidet sich der Wünschewagen atmosphärisch in vielen Details von einem Krankenwagen, nicht aber von seiner medizinischen Ausstattung her.

Das ehrenamtliche Engagement für den Wünschewagen ist nicht an eine berufliche Tätigkeit im ASB gebunden. Es steht auch Freiwilligen aus anderen Organisationen offen. Die Freiwilligen werden für ihre Tätigkeit als Wunschfahrten-Begleiter vom ASB speziell geschult.

Der Wünschewagen des ASB finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden und ist daher auf breit angelegte Unterstützung und freiwilliges Engagement angewiesen. Für den Fahrgast entstehen keinerlei Kosten.

Initiator des Projektes „Der Wünschewagen - letzte Wünsche wagen“ in Deutschland ist der ASB Ruhr e.V. Für den schleswig-holsteinischen Wünschewagen hat Ministerpräsident Torsten Albig die Schirmherrschaft übernommen. Stationiert ist das Fahrzeug beim ASB-Regionalverband Pinneberg/Steinburg in Elmshorn. Dort werden die Wunschfahrten auch koordiniert, gestartet werden sie von jedem gewünschten Ort in Schleswig-Holstein aus.

Spendenkonto:     IBAN: DE02 2512 0510 0007 4135 30
                           Bank für Sozialwirtschaft
                           BIC: BFSWDE33HAN
                           Kontoinhaber: ASB Schleswig-Holstein e.V.

 

Kontakt für weitere Informationen:

Projektleitung Wünschewagen: Axel Schröter, ASB Landesverband Schleswig-Holstein e.V.,
Tel. (0431) 70694-0, E-Mail: a.schroeter(at)asb-sh.de

Koordination Wünschewagen: ASB Regionalverband Pinneberg/Steinburg, Marc Wagner,
Tel. (04121) 4094-13, m.wagner(at)asb-regionalverband.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Annette Peters, ASB Landesverband Schleswig-Holstein e.V.,
Tel. (0431) 70 69 4-31 Fax: -40, Mobil: (0176) 57632330, E-Mail: a.peters(at)asb-sh.de

Wünschewagen-Hotline: (0431) 70694-111

www.wuenschewagen.net
www.facebook.com/wuenschewagensh

 

Bild: Anneliese Kahl mit Miniatur-Wünschewagen vor dem "Original".
Text und Foto: ASB / Annette Peters
Nachdruck erlaubt und honorarfrei

Annette Peters 27-MAI-2016